Geben und Nehmen in der Selbsthilfe

Die Veränderung jahrelang bestehender Probleme und Krankheiten braucht in der Regel viel Zeit.

Große und schnelle Erfolgserwartungen sind dabei oft hinderlich. Kann ich mir eine längerfristige Mitarbeit in der Gruppe vorstellen oder bin ich eher in einer akuten Krise und brauche dringend (professionelle) Hilfe?

Die regelmäßige Teilnahme ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Gruppenarbeit. Bin ich bereit und in der Lage, regelmäßig und verbindlich an den Gruppentreffen teilzunehmen?

Geben und Nehmen sollten in der Gruppe in Einklang miteinander stehen.

Fehlt die Bereitschaft dazu, kann die Gruppe langfristig nicht funktionieren. Bin ich neben der Besprechung meiner eigenen Probleme auch dazu bereit, mich in andere Menschen einzufühlen und ihnen Raum zur Darstellung ihrer Probleme zu geben?

Die Teilnahme an Selbsthilfegruppen soll freiwillig sein. Druck von außen oder “aus Liebe” zu einem Angehörigen oder Freund reichen als Motivation meistens nicht aus. Ist es meine eigene Entscheidung, an einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen?

Fotograf: Juergen Jotzo pixelio.de

Im Rahmen unserer Selbsthilfe gehen wir “Hand in Hand” und durch “Dick und  Dünn”

Mahatma Gandhi hat gesagt: “Der beste Weg, dich selbst zu finden, ist es, dich in Güte für andere zu verlieren.”

Das ist ein nobles Ziel, aber wir sollten diese Idee von Güte nicht mit der Funktion von persönlichen oder emotionalen Beziehungen verwechseln, in denen Geben und Nehmen Teile eines einzigen Kreislaufs sind.

Immer wieder stoßen wir auch im Rahmen unseres Ehrenamtes auf Grenzen. Auch zu diesen Punkten werden wir noch berichten.