Diabetes: Warum Sport bei Diabetes hilfreich ist

Sport und Bewegung bei Diabetes (Interview mit Dr. Helge Riepenhof von den Bewegungs-Docs)

Was passiert im Körper von Menschen mit Diabetes, wenn Sport gemacht wird – physisch und auch psychisch?  Zunächst einmal verbrennt man beim Sport Energie und die stammt zu großen Teilen aus Zucker. Mache ich Sport, sinkt also der Blutzuckerspiegel. Und auch die Empfindlichkeit, der Körperzellen  für Insulin steigt, so dass mehr Zucker aus dem Blut in Energie umgewandelt werden kann. Gerade Menschen mit Diabetes sollten daher regelmäßig Sport treiben.

Grundsätzlich ist es s9, dass Sport Menschen, egal ob mit oder ohne Diabetes, hilft, die Leistungsfähigkeit des Körpers zu verbessern. Man wird belastbarer, leistungsfähiger und nachweislich gesünder. Der Mensch is einfach “für Sport geschaffen”, obwohl wir diese Tatsache mehr und mehr ignorieren. Sicher auch ein Grund für unten erwähntes Buch ist, dass wir in unseren Kliniken sehen, welche riesigen Effekte Sport hat und dass man Beschwerden häufig praktisch “wegtrainieren” kann.

Neben all den physischen Effekten hat Sport natürlich auch einen starken Effekt auf die Psyhe. Was anfangs richtig eine Qual ist, wird später zur “Sucht” und sportliche Belastung schafft uns durch die Ausschüttung von verschiedenen Hormonen in zentralen Nervensystemen ein Glücksgefühl.

Bewegung und Sport können allerdings noch mehr: Besonders faszinierend finde ich, dass Sport letztlich sogar die Resilenz und man schwierige Situationen besser meistert.

Gerade Menschen mit Typ-1-Diabetes haben häufig Hemmungen, Sport zu machen, aus Angst vr Unterzuckerung. Was kann man da tun? Die Sorge kann ich natürlich gut nachvollziehen, so ganz begründet ist sie aber nicht. Denn letztlich starte ich nicht am ersten Tag nicht gleich mit einem Marathin oder spiele 90 Minuten Fußball auf dem Großfeld. Gerade Menschen mit Typ-1-Diabetes kennen ihren Körper ja sehr genau und wissen perfekt, worauf sie achten müssen.

Ich sage immer, dass die Dosis das entscheidende ist. Egal, welche Sportart, man sollte langsam anfangen und den Körper an die neue Belastung gewöhnen und dann schrittweise steigern. Es lohnt sich auch überhaupt nicht, mit schlimmen Muskelkatern nach Hause zu kommen oder vom Training so erschöpft zu sein, dass man erst mal eine Woche zur Regeneration benötigt ehe man erneut trainieren kann.

Also lieber von Anfang an eine geringe Dosis, dann schrittweise steigern und den Blutzucker durch regelmäßiges Überprüfen besonders im Auge haben Und letztlich auch natürlich auf den Ernstfall vorbereitet sein.

Was sollte man bei Sport bei Diabetes beachten? Man sollte seinen Blutzucker im Auge behalten und auf einen zu niedrigen Blutzucker vorbereitet sein, das war es dan, Tn auch schon

Menschen mit Diabetes können genauso Sport treiben mit normaler Insulinproduktion.

Warum auch nicht? Durch die Möglichkeiten, sowohl Zucker als auch Insulin zuzuführen, kann ich kritischen Situationen immer gut etwas entgegensetzen.

Vielleicht messe ich anfangs ein paar Mal häufiger den Blutzucker oder gehe vielleicht so weit, dass ich meinen Trainer oder Mannschaftskameraden erzähle, was ich habe, viel beachten muss man aber nicht.

Wie gesagt, gut vorbereitet sein, die Dosis langsam steigern und los geht´s. Egal, ob es  ganz gewöhnlich Fußball, Tennis oder Schwimmen oder doch lieber Unterwasser-Hockey oder Basejumping sein soll.

Haben Sie Tipps für mehr Bewegung im Alltag? Ja! Lassen Sie Bewegung Teil Ihres Alltags werden! Also ruhig mal die Treppen nehmen statt den Fahrstuhl oder ganz gewöhnliche Alltagsdinge mit kleinen körperlichen Herausforderungen kombinieren. Putzen Sie in Zukunft doch auf einem Bein stehend die Zähne, ist manchmal gar nicht so einfach, die zwei oder drei Minuten durchzuhalten.

Wichtig ist nur, dass wir wieder aktiver werden, denn damit beseitigen wir viel Probleme, die sich sonst nur schwer mit reichlich Medikamenten oder Operationen in den griff kriegen lassen.

Buchtipp: Die BewegungsDocs, Schritt für Schritt gesund und fit werden.

Bezugsquellen folgen

Quelle des Artikels: Nefund Diabetes, Ausgabe 3/2020