Angst aus psychologischer Sicht

1.Einleitung

Unsere Selbsthilfegruppen haben sich im Vorfeld einmal Gedanken gemacht, wie die Corona-Pandemie unsere Psyche verändert. Es gibt erstaunliche Erkenntnisse und es lohnt sich, einmal darüber nachzudenken.

Besonders Menschen mit Angststörungen haben es schwer.

Wir haben uns entschlossen, das Thema „Angst und Corona“ 2021 zu einem Schwerpunktthema zu machen.

Im Januar 2021 erscheint ein neuer Freundesbrief hierzu.

Wenn es die Corona-Lage wieder zulässt, werden wir versuchen, durch Vorträge aufzuklären und zu informieren.

Bei allen Informationen beachten Sie bitte: Die gutgemeinten Tipps unserer Selbsthilfegruppen sind Ratschläge von Laien für Laien und ersetzen keine Arztbesuche.

Die vorliegende kleine Abhandlung ist als Einstieg in das Thema zu verstehen.

  1. Angst im Alltag macht sich breit

Alle tragen einen Mund- Nasenschutz, der Kontakt zu Mitmenschen ist plötzlich stark eingeschränkt, und über den Alltag schwebt die Angst vor dem Virus.

Die Corona-Pandemie, ihre Dauer und die Folgen sind schwer abschätzbar. Dieser Umstand weckt in der Bevölkerung tatsächlich diffuse Ängste.

Unsichere Zeiten wirken sich auf die Seele aus. Das ist normal.

Es können sich aber auch Angststörungen entwickeln, die zu den psychischen Erkrankungen zählen.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken etwa 15 % der Bevölkerung   zwischen18 und 79 Jahren an einer behandlungsbedürftigen Form, Frauen häufiger als Männer.

 

  1. Die Formen der Furcht

Hierauf werden wir im Januar 2021  eingehen:

Es gibt Online-Umfragen, um festzustellen wie sich so ein Ausnahmezustand auf die psychische Gesundheit und bestehende Angststörungen auswirken kann.

 Doch was genau ist eigentlich eine Angststörung?

Nach unseren eigenen Internetrecherchen zur Vorbereitung dieses Themas  gibt es folgende Erklärung hierzu:

  • Angst ist ein Grundgefühl, dass jeder gesunde Mensch kennt.
  • Durch sie wird man auf alltägliche Gefahren hingewiesen und erhöht körperlich eine Bereitschaft, auf diese zu reagieren, zum Beispiel durch „Furcht oder Kampf“

Bei Angsterkrankungen gibt es laut wissenschaftlicher Erkenntnisse folgende Dauerzustände:

  • Die Ängste sind übersteigert und unangemessen und schränken damit die Lebensqualität vielfältig ein und führen zu persönlichem Leid.

Es gibt dabei verschiedene Formen und Ausprägungen.

Phobien wie die Platzangst im Fahrstuhl oder die soziale Phobie, bei der die Furcht vor Beschämung, Peinlichkeit und Versagen in Kontakt zu anderen Menschen im Vordergrund steht,

  • Das akute Zeichen der Panikstörung ist laut wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Panikattacke, bei der sich plötzlich ein intensives Angstgefühl mit verschiedenen körperlichen Zeichen wie Herzrasen oder Erstickungsgefühlen
  1. Medienkonsum als Brennstoff

Und bei der sogenannten „generalisierten Angststörung“ gibt es anhaltende Sorgen, die von Nervosität, Schlafstörungen und anderen körperlichen Anspannungen begleitet werden.

Häufig komplizieren Depressionen und Suchtleiden diese Erkrankungen.

In Zeiten von Corona wird in einschlägigen Internetforen nicht nur  Betroffenen dazu geraten, ihren Medienkonsum rund  um die Pandemie bewusst  einzuschränken. Um nicht andauernd „Öl ins Feuer zu gießen“.

Zudem können soziale Kontakte und sportliche Aktivitäten stabilisierend wirken und Angsterkrankte sollten auf genügend Selbstfürsorge achten.

Viel Schlaf, eine gesunde Ernährung und eine feste Tagesstruktur können vorbeugend wirken.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, sollte man Hilfe suchen.

Der erste Ansprechpartner ist meistens der Hausarzt, der nach einer körperlichen Abklärung zu einem niedergelassenen Psychiater oder psychologischem oder ärztlichen Psychotherapeuten überweist.

Weitere Informationen gibt es im Netz, z.B unter https//psychologischecoronahilfe.de

In unserem Freundesbrief Januar 2021 berichten wir mehr zu diesem Thema und geben Hilfsmöglichkeiten aus dem Bereich der Selbsthilfe an die Hand.

Den Text bekamen wir von einem Artikel der Apothekenumschau „Dauerzustand Angst“, Artikel in der Ausgabe 01.08.2020.

Wir nehmen mit der Apotheken-Umschau Kontakt auf, um die künftige Zusammenarbeit nicht nur zu diesem Thema zu besprechen. Bereits heute kann die Apotheken-Umschau, meist zu beziehen über Ihre Apotheke, als eine Grundlektüre zu Ihrem Basiswissen in Gesundheitsfragen empfohlen werden. https://psychologische-coronahilfe.de