Aktives Handeln bei Diabetes

Bei Diabetes mellitus beeinflusst das aktive Mitwirken der Betroffenen den Verlauf entscheidend mit. Dabei sind sie 99 Prozent der Therapiezeit auf sich allein gestellt. Menschen mit Diabetes tragen eine hohe Verantwortung für ihre Versorgung: So müssen sie in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt und ihrem Diabetesberater lebenslang ihre Therapie gewissenhaft steuern und durchführen. Dies beinhaltet in der Regel eine Ernährungsumstellung, Blutzuckerkontrollen und regelmäßige Medikamenteneinnahme beziehungsweise Insulingaben. Dennoch schaffen es nicht alle, kontinuierlich hochmotiviert und diszipliniert zu bleiben, zum Beispiel in punkto Ernährung. Schließlich möchten sie sich wie Stoffwechselgesunde auch mal etwas gönnen. Und das mehrmals tägliche Blutzuckermessen erinnert sie ständig daran, dass sie chronisch krank sind. Kommt weiterer Stress in anderen Lebensbereichen hinzu, lässt so mancher Betroffene die Therapie über einen kürzeren oder auch längeren Zeitraum schleifen. Ein langfristig schlecht eingestellter Diabetes kann jedoch zu schweren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Erblinden und Amputation führen.

Pinar Cakmak, staatlich anerkannte Diätassistentin, Diabetesassistentin DDG und Hypertonieassistentin DHL weiß, dass im Laufe der Erkrankung die Motivation aus verschiedensten Gründen leiden kann. Sie betont: „Es gilt den Menschen mit Diabetes im Gesamten zu betrachten und auf ihn einzugehen.” Im Expertenchat am 20. Januar 2016 gibt sie Diabetikern aus ihrer langjährigen Praxis Tipps und Tricks zur Motivation und beantwortet Fragen rund um das Thema.

Quelle

https://www.diabetesde.org/pressemitteilung/motivation-diabetestherapie-erhalten-foerdern